Kvarnhult
Kvarnhult

KVARNHULT IM SOMMER 2016

Am Abend des 2.7.2016 treffe ich auf Kvarnhult ein. Meiner gesundheitlichen Probleme wegen habe ich keine Lust, große Berichte zu schreiben und zu fotografieren, zumal sich alles so ziemlich wiederholt. So werde ich nur auf besonders erwähnenswerte Ereignisse eingehen.

Dies und das
 

Die Adler sind da:

Bienen

 

Zu den "Bestandsbienen" ist nicht viel zu sagen, sie tragen eifrig ein.

Am 5. Juli bilde ich zur Unterbringung einiger neuer Königinnen Ableger (s. unten).

Zum 17. Juli ernte ich den ersten Honig. Die zweite und letzte Schleuderung erfolgt am 4. August.

Am 18.8. sind die Völker aufgefüttert.

 

Eine Besonderheit habe ich zu vermelden:

Am 19. Juli 2016 kommen zwei instr. besamte reine Ligustica-VHS-Königinnen und eine instr. besamte Reinzucht-Ligustica-Königin an.

 

Bei der LIGUSTICA handelt es sich um eine excellente, instrumentell besamte Königin.

Ich muss auf diese Rasse hier nicht eingehen, sie ist bei Apis mellifera ligustica meiner Seite beschrieben.

Kurz zu VSH (Varroa Sensitive Hygiene)-BIENEN

Meine erste Ligustica-VSH-Jungfer, geschlüpft am 16.8.2016. Schaut sie nicht aus wie eine richtige Ligustica?Ab Sonntag soll das Mädchen fliegen, doch das Wetter macht mir Sorgen.

Diese hauptsächlich als Carnica und Ligustica vorkommenden Bienen haben ihren Ursprung in den USA. Apis mellifera mellifera wurden bei der Entwicklung der VSH-Eigenschaft vernachlässigt, sie wären nach meiner Überzeugung jedoch für VSH genau so geeignet wie die Ligustica und die Carnica.

 

Bei VSH-Bienen sind die Gene, welche die besondere Hygieneeigenschaften der Bienen begründen, als besonderes Merkmal identifiziert und züchterisch verwertet.

Angeblich erkennen diese Bienen Varroen nicht gegenseitig an ihren Körpern, sondern in den Zellen, welche sie sodann ausräumen.

Auch Bienen, die weniger als 50% VSH Eigenschaft aufweisen (also F1 oder F2), sollen ein hohes Maß an Varroa-Sensibilität zum Ausdruck bringen. Damit wäre eine Möglichkeit geschaffen, über varroafreie Völker zu verfügen.

VHS-Ligustica seien etwas dunkler als normale Ligustica, doch man kann sie ja mit den schön gelben Ligustica kreuzen, so sind sie von dieser kaum zu unterscheiden und der VSH-Effekt bleibt erhalten. Seit dem 12.8.16 schlüpfen nun die ersten VSH-Ligustica, und sie schauen aus wie ganz normale Ligustica, wenn überhaupt sind sie allenfalls eine Nuance dunkler (s. Foto einer Jungfer oben, welche optisch eine absolute Ligustica ist). Neben dem VSH-Effekt besitzen die VSH-Ligustica die selben Eigenschaften wie die normale Ligustica. Besser ginge es also nicht.

Mal sehen, ob die beiden Mädels meine Erwartungen erfüllen werden.

 

 

Bemerkung am 14.8.2016:

 

Soeben werde ich auf Einträge in einem Forum hingewiesen. Dort ruft man schon wieder mordio, weil der Klotz nun die schlimme VSH aufnahm. Ebenso deckte mich eine ansich nette Kollegin mit mails ein, mit welchen sie versuchte, mir die negativen Eigenschaften der VSH nahezubringen, und zu unterstellen, das alles sei nur Geldmacherei. Doch keiner/keine der Kritiker/innen kann eigene Erfahrungen mit der VSH nachweisen. Da ist es wie früher und teilweise auch heute noch mit der Dunklen. Aber dass ausgerechnet "Dunklen-Freunde" herummaulen verstehe ich eben nicht! Lasst doch jedem die Biene seiner Wahl. Zur Geldmacherei nur so viel: VHS-Bienen gehen auf umfangreiche wissenschaftliche Arbeiten in den USA zurück, und das kostete Geld. Und wenn diese Biene Varroen ausmerzt, so ist alleine diese Eigenschaft das Geld wert, welches man für eine Königin investiert.

 

Um das Für und Wider über die Ligustica zu beenden:

 

In einem Forum schreibt K.-M. E. sinngemäß, "der Aufwand der bei Ligusticavölkern erforderlichen Sommerfütterung kompensiere den geringen Aufwand bei der Schwarmkontrolle."

Das ist falsch. Denn selbst wenn eine Sommerfütterung erforderlich wäre, so stünde diese in keinem Verhältnis zum Zeitaufwand der Schwarmkontrolle bei anderen Rassen. Denn die Sommerfütterung müsste wohl nicht über einen längeren Zeitraum alle 9 Tage erfolgen, wie dies bei der Schwarmkontrolle zwingend ist.

Dass eine Sommerfütterung selbst in der Agrarsteppe des Peiner Landes grundsätzlich nicht erforderlich ist, zeigte sich bei einer am heutigen 1.9.2016 durchgeführten Völkerkontrolle. Vor meiner Abreise nach Schweden beließ ich einem Dunklen Volk und zwei Ligusticavölkern den Honigraum. Der Futtervorrat des Dunklen Volkes war nahezu erschöpft, bei den beiden Ligusticavölkern indessen sind die Honigräume voll. Allerdings steht das Dunkle Volk im Trendelmoor, von wo aus es in die nächsten Hausgärten 500 m sind, ein Ligustica steht in meinem Hausgarten in Ortsrandlage und das zweite in einer mitten in der öden Feldmark gelegenen kleinen Schrebergartenanlage. Fazit: Wo nichts ist kann nichts werden. Das Trachtangebot ist maßgeblich, weniger die Bienenrasse, wobei ich meine, dass 500 m keine Distanz sind.

Hier die Situation bei dem Ligustiva-Volk der Schrebergartenanlage am 1. September 2016:

 

Und noch etwas zu meiner Gesundheit, Stand 22.8.2016:

 

Ich hatte nach meinem Unfall 2014 (ich fiel fast 3 Meter rücklings auf den Boden und brach mir 3 Wirbel) und nach einer OP im Oktober 2015 erhebliche Beschwerden mit meinem linken Bein. Ich konnte bisher nur mit 2 Gehhilfen gehen, und ich befürchtete, nie mehr frei gehen zu können. Dass einem da die Schwarmkontrollen unmöglich werden müsste man eigentlich verstehen.

Für mich unverständlich aber zur großen Freude trat nun die letzten 3 Tage eine positive Wende ein. Ich kann wieder frei gehen, wenn auch hinkend. Sollte sich alles zum Guten wenden, so ist hinsichtlich der Dunklen Biene das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ich schreibe das hier, weil ich auch hierüber in jenem Forum las. Danke übrigens für die Anteilnahme.

Also Leute, es gilt hier wie bei der VSH: abwarten!

Und keine Sorge, Forumler, ich werde Lappland nicht mit der VSH "verseuchen". Die beiden Mädels gehen in vorroafreien Ablegern nach Peine! Was sollte ich in einem vorroafreien Gebiet mit VSH-Bienen?

 

Wetter (und Mücken)

 

Das Wetter geht bisher, so richtig sommerlich sind jedoch nur wenige Tage.

Gelegentlich regnet es, teilweise heftig, die Mittagstemperaturen liegen mal bei 12°/14° mal bei 22°. Seit dem 19.7. ist richtiger Sommer mit Temperaturen um die 25°.

Mücken treten kaum in Erscheinung, nur in den Abendstunden kommen mal einige vor.

Das Wetter ist noch immer herrlich (4.8.). Am heutigen 8.8. beginnt Schmuddelwetter. 10.8., 13 Uhr 12°, 20.45 Uhr: Regen bei 6°. Brrrr!

Aber auf der Schwäbischen Alb hatte es heute Früh (11.8.) auch nur 3°.

Sonnig ist es nun, aber nur 12° (11.8., 12.00). Schlechtes Wetter mit Regen und max. 9° herrschen vom 13. bis zum 15.8. Seit dem 16.8. ist es sonnig bei max. 18° ... und ab dem 18.8. schon wieder total bedeckt. 22.8.: Am Tag als der Regen kam. Grauenhaft. Seit dem 23. 8. ist es spätsommerlich, so so richtig schön.

Der letzte Tag

 

Das war der Sommer auf Kvarnhult. Meine Berichte sind dürftig, aber ich hatte absolut keine Lust groß zu schreiben. Vielleicht wird es 2017 wieder wie gewohnt. In der Frühe des 27. August 2016 geht es südwärts. Arzttermine rufen.

 

 

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© Bernd Klotz