Kvarnhult
Kvarnhult

...vom 14. Juli bis 17. August 2008...

Situation vom 14. bis zum 20. Juli 2008

Wetterlage
Eine erfreuliche Sommerwoche mit Temperaturen zwischen 20°C und 22°C. Am Samstag gegen Abend leichter Regen. Sonnenaufgang 2.40, Sonnenuntergang 23.00 Uhr (im Wochenmittel).

Am Bienenstand
Alles läuft planmäßig. Es herrschte reger Flugbetrieb. Die Jungfern überstanden ihre Ausflüge bisher unbeschadet, obwohl die Begattungskästchen ständig von räuberischen Vierflecklibellen umkreist werden.

 

Am 14. Juli machte ich ein Experiment: Ich öffnete am 9. Juli eine 9 Tage alte Königinnenzelle um die Larve abzulichten. Am 14. Tage entnahm ich dann die Puppe, fotografierte diese um sie danach wieder in die Zelle zurück zu setzen. Wohl bedingt durch meine Ruhestörung schlüpfte die Jungfer einen Tag früher als üblich, also am Tag 15. Sie zeigte noch keine nordisch-dunkle Pigmentierung, so hätte man eher eine (blonde) Ligustica, als eine Nordische vermutet. Obwohl das "Frühchen" sehr benommen wirkte, setzte ich es einem Begattungsvölkchen zu, welches es fein pflegte. Aus der zarten Blondine entwickelte sich eine dunkle Schönheit, die ab dem 21. Juli auf Drohnenschau fliegen wird.

Trachtverhältnisse
Die Heide beginnt zu blühen! Eine Großtracht, die hier oben in Quadratkilometern zu bemessen ist.

Was sonst noch geschah
Am Samstag brachte ich mein Projekt "Terrassenbau" zum Abschluss. Die Einweihung fand an Bummis 3. Geburtstag, dem 20. Juli, statt.
Erwähnen möchte ich auch den Hecht, welcher mir am 14.7. an den Haken ging; ein Bursche mit 87 cm Länge.

Situation vom 21. bis zum 27. Juli 2008

Wetterlage
Am 21. und am 22.7. sorgte ich mich um das Gelingen der Paarungsflüge einiger Königinnen: Regen bei Temperaturen um 12°C stimmen eben nicht hoffnungsvoll. Mit 20°C am 23.7. kam der Sommer zurück, der sich für die restlichen Tage mit Temperaturen über 25°C zum Hochsommer "mauserte".

 

Am Bienenstand
Eine Kontrolle der Honigvölker war sehr erfreulich: je Volk gute 30 kg, eine für Lappland hervorragende Ernte. Zwei der gegenwärtig sieben brünstigen Jungfern fand ich nicht in ihren Völkchen. Hoffentlich befanden sie sich zum Zeitpunkt der Kontrolle auf einem Paarungsflug.

Trachtverhältnisse
Die Heide blüht, dazu noch immer die Arktische Brombeere sowie Weiß- und Rotklee.

Was sonst noch geschah
Am Montag waren wir am Skellefteälven, wo wir ein sehr "fotogenes" Rentier antrafen. Mit den Multebeeren setzte die Beerenernte ein; 6 kg dieser mühsam zu pflückenden Beeren konnten wir bereits ernten. Marmelade der hier oben als "Norrlands Gold" bezeichneten Delikatesse aus den Mooren und Sümpfen wird es dann am 1. Advent auf dem Weihnachtsmarkt in Peine-Stederdorf geben; natürlich auch Heidelbeeren- und Preiselbeerenmarmeladen sowie Lapplandhonig.

Situation vom 28. Juli bis zum 3. August 2008

Wetterlage
Vom 28. Juli bis zum 1. August herrschten bei 25°C hochsommerliche Temperaturen. Mit 16°C am 2. und gerade noch 12°C am 3. August kündigte sich der Herbst an.

Ein Blick in das diesjährige Drohnenvolk. Eine gute Drohnenpflege ist mit der Schlüssel zur erfolgreichen Königinnenzucht. Bei vielen Imkern mangelt es an dieser Erkenntnis.

Am Bienenstand
Im Blick auf die recht kühlen Temperaturen seit dem 2. August fürchte ich um den Paarungserfolg einer brünstigen Jungfer; es sind jedoch weniger die Jungfern, sondern die Drohnen, welche bei niedrigen Temperaturen Ausflüge meiden.
Am 1. August war Honigernte. 24 kg je Volk liegen wohl unter meiner Prognose, dennoch bin ich zufrieden. Nach der Honigernte stellte ich ein Volk in ein großes Heidegebiet bei Malå. Die Schwierigkeit der Ernte von Heidehonig (er geht sehr schlecht aus den Waben) und dessen negative Auswirkung auf die Überwinterung der Völker wegen gelegentlichen Abkotens im Stock, hielt mich stets davon ab, große Heidegebiete anzuwandern; die um Kvarnhult vorkommende Heide machte mir in der Vergangenheit genügend Schwierigkeiten.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass die abgebildete Honigschleuder im Eigentum der Kommune Malå steht und von uns drei Imkern der Kommune kostenlos genutzt werden kann. Der Kommune war es ein Anliegen, die ehemals fünf und derzeit noch drei Imker der 1609 km² grossen Gemeinde mit der Anschaffung einer Honigschleuder zu unterstützen. Eine solche Wertschätzung der Imkerei ist in Deutschland kaum vorzufinden; durch Überreglementierung wird einem die Imkerei eher verleidet.

Mit einem Beispiel möchte ich diese Einschätzung belegen: Vor einigen Wochen bot mir der Landkreis Peine (in meiner Eigenschaft als Imker und als Fachmann für Obstbau) eine Streuobstwiese mit über einem Hektar Fläche und mit einem Bestand von 98 Obstbäumen zur Pacht an.
Ich knüpfte die Übernahme des Grundstückes an die Bedingung, auf dem Grundstück ein Bienenhaus und, zur Unterbringung der zur Bewirtschaftung des Grundstückes notwendigen Geräte sowie des Imkereibedarfes, ein Gerätehäuschen mit einem Rauminhalt von 12-14 kbm erstellen zu dürfen. Während die Genehmigung eines "überdachten Regals", gemeint war ein überdachter Bienenstand, in Aussicht gestellt wurde, erfuhr ich für das notwenige Gerätehäuschen eine glatte Absage. Es handele sich hier um kein privilegiertes Bauvorhaben im Sinne des §35 Baugesetzbuch. (Die Ausnahmeregelung des Abs.2 dieser Rechtsnorm kam der Dame vom Amt nicht in den Sinn, obwohl die fachgerechte Bewirtschaftung einer Streuobstwiese mit über einem Hektar Fläche als auch die Imkerei durchaus im öffentlichen Interesse liegen!) Meinen Vortrag, ein Gerätehäuschen erleichtere sowohl die sachgemäße Bewirtschaftung der recht großen Streuobstwiese als auch die Imkerei, und entlaste zudem die Umwelt, weil der Einsatz eines Kraftfahrzeuges minimiert werden könne, wenn die erforderlichen Gerätschaften auf dem Grundstück gelagert würden, ließ die Sachbearbeiterin des Baurechtsamtes nicht gelten. Sie stellte sich auf den Standpunkt, dass die Streuobstwiese als Ausgleichsmaßnahme für eine Bahntrasse angelegt worden sei, weshalb die "Naturbelassenheit" der Fläche im Vordergrund stünde; im übrigen genüge es, die Wiese alle drei Jahre zu mähen. Meine Frage, wie bei einer solchen Vorgabe, welche eine Verbuschung des Grundstückes zur Folge habe, eine fachgerechte Baumpflege und Obsternte sowie ein sicheres betreten des Grundstückes zur Bienenpflege erfolgen könne, wurde ebenfalls mit dem "Vorrang der Naturbelassenheit" des Grundstückes beantwortet.
Wäre es angesichts einer solchen Einstellung nicht angezeigt gewesen, eine Aufforstung vorzunehmen, anstatt eine (Pseudo-) Streuobstwiese anzulegen, deren betreten und Ertragsnutzung behördlich nicht gewünscht ist? Mir jedenfalls drängt sich die Vermutung auf, dass der Landkreis nicht mehr als eine billige Kraft suchte, welche gemäß der Vorgaben des Pflegeplanes (den es für diese angebliche Streuobstwiese wirklich gibt !) die Ausgleichsfläche in Ordnung hält.
Ich möchte erwähnen, dass Bundesländer, in welchen Streuobstwiesen seit jeher das Landschaftsbild prägen und in denen die Erträge der Streuobstwiesen althergebracht der Versorgung der Bevölkerung mit frischem Obst und mit Getränken, und in gleichem Maße auch der Futtererzeugung dienen (Grünfutter, Heu und Öhmd/Krummet - Also von wegen alle ein bis drei Jahre mähen, liebe Niedersachsen, klassische Streuobstwiesen unterliegen der Bewirtschaftung!!) die Erstellung von Gerätehütten unter bestimmten Voraussetzungen zulassen.

 

Baden-Württemberg, als klassisches Streuobstwiesenland, genehmigt sogenannte Geschirrhütten bis zu einem Raumvolumen von ca. 14 kbm, so diese nicht "dem angenehmen Aufenthalt" dienen. Hessen knüpft die Genehmigung einer Gerätehütte an einen Bestand von mindestens 50 Obstbäumen.

 

In diesem Zusammenhang gewann ich die Überzeugung, dass sowohl in Niedersachsen als auch in anderen Bundesländern mit einer ähnlich restriktiven Anwendung des §35 Baugesetzbuch Menschen ohne Hausbesitz, und somit ohne Unterbrigungsmöglichkeit der umfangreichen Imkereigerätschaften, die Bienenhaltung unmöglich gemacht wird, sie also ausgegrenzt werden. Auch frage ich mich, weshalb in Deutschland Bienenhäuser, die nach ihrer Bauweise nur zur Unterbringung von Bienenwohnungen geeignet sind, einer baurechtlichen Genehmigung bedürfen; es genügte für sogenannte (überdachte und geschützte) Freiständer, deren Form und Maße vorgegeben werden könnten, eine Anzeige beim Baurechtsamt. Ein Nachweis der Bienenhaltung könnte seitens der Baurechtsämter behördenintern bei den Veterinärämtern eingeholt werden.

 

Und dass auf dem Marktplatz zu Peine Anfang Juni d.J. ein Bienenschwarm auf behördliche Anordnung getötet wurde spricht auch für sich! Meinen Leserbrief an die Peiner Allgemeinen Zeitung zu dieser Untat können sie per e-Mail gerne anfordern.

 

Deshalb: Niedersachsen, gehe hin und lerne.

Trachtverhältnisse
Als Haupttracht sind Heide und Weidenröschen zu nenne.

Was sonst noch geschah
Am Dienstag trafen Ulla und Herbert, liebe Freunde aus Kassel, sowie Ullas Bruder mit Frau ein. Ulla und Herbert, alte Norrlandfahrer, schlugen ihr Zelt, gemeint ist natürlich ein Wohnmobil, in seit Jahren gewohnter Weise am Skellefteälv auf. Den an der Strasse von Malå nach Arvidsjaur gelegenen Rastplatz, ein Geheimtipp für Camper, zähle ich zu den schönsten Naturrastplätzen des Nordens. Die Bilder des "fotogenen" Rentieres (siehe Bericht vom 21.-27.7.) entstanden dort.
Am Mittwoch gegen 14.30 Uhr Jour fixe bei Dungers mit Gerd und Brigitte, und um 18 Uhr "Onsdagsmässan" in der Malå Kyrka. Zum Middag (Abendessen) bei Inga-Lill und Bertil waren wir am Samstag; zusammen mit Solveig und Rolf (siehe Wintermärchenland Lappland - Die Rückreise), und natürlich mit Bertil dem Hausherrn, genossen wir Inga-Lills feinen Lachs.

Situation vom 4. bis zum 10. August 2008

Am Bienenstand
Je nach Wetter herrsche mehr oder wenig starker Flugbetrieb, vor allem auf Weißklee und auf Augentrost. Das Heidevolk besuchte ich noch nicht, am Montag wird es sich zeigen, ob die Immen fleißig waren. Am 9. schlüpfte die erste Jungfer aus der wohl letzten Zuchtserie. Ob es mit der Paarung klappen wird liegt am Wetter, und da stimmt die Prognose mit max. 12°C und Regen bis zum Donnerstag nicht sehr hoffnungsvoll.

Trachtverhältnisse
Es blüht noch immer die Heide. Auch Weidenröschen, Weißklee, Rotklee (für Nordische Bienen schlecht zu ernten), Augentrost und Echte Goldrute bieten eine gute Tracht.

Was sonst noch geschah
Am Dienstag war Skellefteåtag mit dem obligatorischen Besuch bei Cafe Mari, dem schönsten Cafe im Norden (siehe Wintermärchenland Lappland). Mittwoch dann wieder der "Treff" bei Dungers und am Abend Besuch der Mässan. Und was tut man am Sonntag? Man fährt die 22km zum Gottesdienst und erledigt anschließend seine Einkäufe bei IGA! Und was treibt man noch bei 10 bis 12°C? Ja, man heizt den ganzen Tag; zum Glück mit Holz aus dem eigenen Wald! Schließlich bereitet man einen "Nordischen Pflanztrog" und kocht 6 kg Moltebeeren zu Fruchtmark

Situation vom 11. bis zum 17. August 2008

Wetterlage
Einem regnerischen und mit 10°C recht kühlen Montag folgte ein Lappland- Sommertag mit 16°C.
Der Mittwoch war dann wieder recht unfreundlich (15°C). Am Donnerstag regnete es im "Inland" Bindfäden, an der Küste indessen erlebte ich einen wunderschönen Sonnentag mit 20°C!
Von Freitag bis Sonntag zeigte Lappland seine Sonnenseite (16°C- 19°C). Doch der nachfolgende Montag, eine wahre Katastrophe; ich möchte allerdings nicht vorgreifen.

Am Bienenstand
Bienen sind "Sonnenkinder", entsprechend war ihr Flugverhalten.
Am 12. August wollte ich eine junge Königin kontrollieren, ob sie endlich in Eiablage wäre. Sie hatte am 35. Tag (ab Ei) noch nicht gestiftet, folglich vermutete ich eine misslungene Paarung. Und genau am 12. August, dem 37. Tag ab Ei, flog sie mit Gebrumme auf mich zu, und landete in der offenen Bienenwohnung. Zu meiner Freude entdeckte ich das so genannte Begattungszeichen, den abgerissenen Penis des letzten Drohns, an ihrem Hinterteil. Leider hatte ich die Kamera nicht zur Hand!
Am 17. August warf ich nochmals einen Blick in diesen Ableger, und was sah ich? Bereits eine beidseitig zu 70% bestiftete Wabe! Was lehrt und dies: Die Literatur liegt oftmals daneben; deshalb habt Geduld mit Euren "Mädels", liebe Kollegen und Kolleginnen.
Eine zweite Königin, ein recht kleines Tier, und folglich zur Abgabe ungeeignet, stiftete am 16. August mit vierzig Tagen ab Ei noch immer nicht. (Für Laien: Bieneneier gleichen kleinsten Stiften, weshalb das Legen von Eiern auch als "stiften" bezeichnet wird.) Dieses Verhalten kam mir hinsichtlich meiner Wissbegier eigentlich sehr gelegen.

Mein Besamungsgerät

So besann ich mich meines Gerätes zur künstlichen Besamung, und vollzog diese an dem armen Mädchen. Und nun bin ich auf den Fortgang gespannt. Bei dieser Prozedur zeigte sich wieder einmal, dass der eigentliche Besamungsvorgang sich viel einfacher gestaltet als die Gewinnung des Spermas. Auch fand ich mich in meiner Erkenntnis bestätigt, dass auch bei einem gut gepflegten Drohnenvolk gut 50% der Drohnen kein oder kaum Sperma tragen.

Der Besamungsvorgang: Die Königin wird im Halteröhrchen mittels Kohlensäure ruhig gestellt. (Links ist der Kohlensäureschlauch zu sehen.) Rechts der Stachelgreifer, welcher den Stachel fixiert. Links ein Häkchen, mit welchem die Stachelkammer geöffnet wird.

Trachtverhältnisse
Erwähnen möchte ich die bisher "missachtete" Sumpfschafgarbe (Achillea ptarmica). Sonst ist keine Veränderung gegenüber der Vorwoche zu verzeichnen.

Was sonst noch geschah
Bei einer Tour durch ein Geröllfeld am Dienstag machten wir eine Entdeckung besonderer Art: Kristina erschrak sich an einer ca. 40 cm langen Kreuzotter, welche sogleich das Weite suchte. Kurze Zeit später stieß ich auf eine zweite Schlange mit gut einem Meter Länge. Dieses Tier hatte zuvor erkennbar Beute gemacht, weshalb es sich zunächst recht träge und "fotogen" verhielt.

Start der Heimlichen Reise in Malå ( vorne Pastor Christer Svensson).

Am Donnerstag nahmen wir an einer "Hemliga Resa" (Heimlichen Reise) der Kirchengemeinde teil.
Diese führte über Arvidsjaur zu der Kapelle in Gråträsk, einem kleinen Dorfe innerhalb der Kommune Arvidsjaur. Eine Betrachtung dieses Meisterwerkes nordischer Holzbaukunst sei jedem Nordlandfahrer empfohlen. Der Besichtigung dieses in "Dala-Blockbauweise" geschaffenen Kunstwerkes schloss sich ein Kirchkaffee an. Nach dem wunderschönen Psalm (Choral) "Härliga jorden" (Herrliche Erde) fuhren wir weiter in das sonnenverwöhnte Piteå, der Perle am Bottnischen Meerbusen.

Im Nobelrestaurant "Doktorhuset" zu Piteå nahmen wir ein gepflegtes Mittagessen (schwedisch Lunch) ein. Nach einem Stadtbummel ging es, unterbrochen durch einen "Abschlusskaffe" auf einem Campingplatz kurz vor Abborrträsk, auf den Heimweg.

Unsere quirlige Bummi war während des Tages bei Mariann, der Frau des Pastors, in Pflege. Sie war mit den beiden Hunden der Familie, einem wunderschönen English Springer Spaniel und einem lieben Mischling sowie Pastors Katz’ so glücklich, dass sie sich nicht trennen wollte.

 

Am Samstag ging Kristina in die Heidelbeeren nahe des Hauses; doch kurze Zeit darauf kam sie verängstigt zurück: ein Bär war in der Nähe, der an einem Baumstumpf, auf der Suche nach Insektenlarven, seine untrügerischen Spuren hinterließ. Ich selbst fand dann weitere entsprechende frische Spuren. Auch Bummi wurde "fündig": sie geriet auf eine Elchfährte und verfolgte diese spurlaut gut zwei Kilometer. Und keinen Menschen stört dies, im Gegenteil. Denn immer wieder werde ich von den Elchjägern gefragt, ob Bummi einen Elch ausmachte. Glückliche Bummi - zumindest hier oben in Schweden! ..........wenn ich da an Deutschland denke.........

Zudem beehrten mich am Samstag Bisheriff (Seuchenwart) Ola nebst Frau Agneta zur obligatorischen Untersuchung der Bienenvölker. Er führte eine Stichprobenkontrolle bei den Völkern durch und entnahm eine Gemüllprobe, welche inzwischen der Universität Umeå zur Untersuchung vorliegt. Das alles ist kostenfrei, trotz der insgesamt ca. 180 km, die Ola zurückzulegen hat. Vorbildliches Schweden!

Am Abend des Samstags meldeten sich Ulla und Herbert, mit Angelika und Holger im Gefolge, von ihrer Tour hinauf jenseits des Polarkreises zurück. Die beiden Paare trafen sich irgendwo hinter Jokkmokk. Jedes Jahr treffen wir die Kasselaner bei ihren Aufenthalten am Skellefteälv (s. Bericht 28.7.-3.8.). Bis gegen 0.45 Uhr, das Thermometer zeigte 7°C, plauderten wir am Lagerfeuer, dem Gesang der Singschwäne lauschend. Das ist Lappland!

Links Bisheriff (Bienensheriff) Ola und Frau Agneta (s.Wintermärchenland Lappland).
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© Bernd Klotz