Kvarnhult
Kvarnhult

MEIN KVARNHULT

Interessierten Betrachtern meiner Website möchte ich hiermit einen Einblick in meine Wahlheimat vermitteln. (An passender Stelle werde ich zudem weitere interessante Informationen über "Land und Leute"geben.):

 

Im Jahre 1994 erwarb ich in der Gemeinde Malå, Provinz Västerbotten, Lappland einen ehemaligen Waldbauernhof, der den für Lappland untypischen Namen "Kvarnhult" (Mühlenhof) trägt.

 

Die isolierte Lage des Anwesens in einem varroafreien Gebiet, seine grosse Distanz zum nächsten Bienenstand (ca. 20 km), das hervorragende Trachtangebot und vor allem die unbelastete Natur, frei von Einflüssen der Industrie und vor allem der Landwirtschaft, machen Kvarnhult zum idealen Standort für die Reinzucht von Königinnen und vor allem für die Gewinnung der Naturprodukte Honig und Pollen.

 

Wegen meiner angeschlagenen Gesundheit und um mir die jährlichen Fahrten in den Hohen Norden im April zu ersparen werde ich im Sommer 2017 auf Kvarnhult die Imkerei aufgeben.

(Juli 2017)

 

 

Die Kommune Malå, mit einer Fläche von 1609 qkm bei z.Zt. 3373 Einwohnern (zum Vergleich das Saarland: 2568qkm/1.045.555 Einwohner), ist die südlichste Waldsamengemeinde Schwedens. Geologisch liegt Malå im Zentrum des sogenannten "Skelleftefeldes" (Skelleftefältet), dem Gebiet mit den ertragreichsten Erzvorkommen Europas. Das Wirtschaftsleben der Gemeinde wird geprägt von der Forstwirtschaft, der Forstindustrie, dem Bergbau (völlig unauffällig, ohne Fördertürme usw.), der Geoforschung und schliesslich von der sehr stark vorhandenen Rentierhaltung. Landbau kommt nicht vor. Malå war im Sommer wie im Winter touristisch durchaus interessant, doch findet seit einem Jahr ein Umbruch statt, der die touristische Attraktivität der Lapplandkommune leider mindert.

www.mala.se
Kvarnhult Anfang Juli ...
... und am Heiligen Abend 14.30 Uhr.
Im März scheint die Sonne schon wieder so lange wie z.B. in Peine.

Inmitten einer mehrere Hektar großen Waldlichtung, am Schnittpunkt 65° 16' 20" nördliche Breite/ 18° 59' 20" östliche Länge, findet sich mein Hof und jener meines Nachbarn Bertil auf 366m über nn.

Beide Einödhöfe gehören zum Weiler Springliden; sie liegen direkt an dem rund 50 Hektar umfassenden See "Lillträsket", samisch "Njokkejaur", eingebettet in eine Hügellandschaft, welche bis zu 510m über nn aufsteigt.

Auf dem Hof liegt Jagdrecht auf rund 4500 Hektar und Fischrecht im Lillträsket.

Im Lillträsket kommen folgende Fische vor:

- Maränen (Felchen),

. Hechte,

- Barsche,

- Rotferdern

- Regenbogenforellen (von mir eingesetzt).

Durch Zukauf zweier an den Lainejaur angrenzenden Waldparzellen (mit zusammen 150 m Uferlänge) im Herbst 2009 kamen Fischrechte im Lainejaur (ca. 780 Hektar, max. 17 m tief, kalt) und im Grundträsket (ca. 225 Hektar, max. 2,50 m tief, warm und nahrungsreich, s. "Wintermärchenland Lappland 2008/2009-Teil II") sowie Jagdrecht auf weiteren 3500 Hektar hinzu.

Auf einer dieser Parzellen schlug ich eine Schneisse von der Strasse zum See und ließ einen ca. 200 Meter langen Weg bauen, welcher am See in einem "Rondell" endet. Seitlich am Rondell, an der Waldkante, baute mir mein Nachbar Bertil ein hübsches Blockhäuschen, in welchem man durchaus übernachten kann. Die Morgentoilette kann am See verrichtet werden;-) Für Nordlandfahrer: Der Weg liegt gegenüber des Parkplatzes an der Strasse von Malå nach Kvarnhult (Richtung Arvidsjaur), gleich hinter Lainejaur. Meine Grundstücke sind links und rechts der Strasse mit gelben Pfosten markiert, an welchen sich ein gelbes Schildchen mit einem Auerhahn befindet (siehe Foto unten).

Im Lainejaur und im Grundträsket kommen folgende Fische vor:

- Maränen (Felchen)

- Gullspånglachse (eine auch nur im Süßwasser lebende Lachsart). Der Fisch wird bis zu 1,5 Meter lang.,

- Saiblinge,

- Hechte,

- Barsche,

- Quappen (Rutte),

- Neunaugen,

- Rotfedern.

Grenzmarkierung meiner zwei Parzellen an der Strasse. (Malå-Kvarnhult-Arvidsjaur)
Ein Blick hinein.

Unendliche Wälder, grosse Moorflächen und weiträumige Heidegebiete, zahlreiche Seen, Geröllfelder, Sümpfe, Bäche und schliesslich der mächtige, in den Skanden(*) entspringende und in den Bottnischen Meerbusen mündende Skellefteälven prägen die beeindruckend schöne Landschaft.


So abwechslungsreich wie die Landschaft, so vielfältig sind Fauna und Flora: Rentiere, Elche, Wölfe, Braunbären, Vielfrasse, Luchse Schneehasen und neuerdings auch Rehe, um es bei den "Exoten" zu belassen, durchstreifen die überwiegend von Kiefern, Fichten, Birken, Weiden, Ebereschen, Espen  und Erlen geprägten Wälder. Auf den mit Wacholderbüschen, Zwergweiden, Zwergbirken, Eriken, Preiselbeeren, Heidelbeeren, Multebeeren, Moosbeeren, Rauschbeeren, Krähenbeeren, Arktischen Brombeeren, Himbeeren (siehe Pflanzen im Norden) und verschiedenen Orchideenarten sowie vielen weiteren Pflanzen bestandenen Wiesen, Heideflächen, Mooren und Geröllfeldern werden Auerwild, Birkwild, Haselwild, Moorschneehühner, Kraniche und eine Vielzahl weiterer gefiederter Mitgeschöpfe, darunter Schwalben und Unglückshäher, vom König der Lüfte, dem Steinadler, und vom Fischadler, aus grosser Höhe beobachtet. (1,5km entfernt von Kvarnhult befindet sich ein bewohnter Horst des Steinadlers, ein Fischadlerhorst liegt am Skellefteälven.)


In den Gewässern finden sich Singschwäne, Prachttaucher, Grau- und Kanadagänse sowie verschiedene Entenarten wieder.

Es ist mir ein Anliegen, "meine Schwalben" besonders zu erwähnen, die jährlich die unglaubliche Strecke bis nach Südafrika und zurück zurücklegen, um wahlweise in ihr angestammtes Brutgebiet, knapp unterhalb des Polarkreises, oder in ihr Winterquartier vom Tschadsee bis nach Südafrika  zu gelangen. Seit 2015 ist das Nest an meinem Haus verweist, doch in meinem Stall herrscht reger Brutbetrieb. Dort sind die "Minipinguine" besser geschützt, denn Elstern und Unglückshäher waren stets am Hause auf den Raub der Küken aus.

 

(*) Die Skanden, oder das Norwegisch- Schwedische Gebirge, durchzieht die skandinavische Halbinsel von Skagerrak im Südwesten bis hinauf zum Nordkap. Die höchsten Berge sind der norwegische "Glittertind" mit 2472 m über nn und der schwedische "Kebnekaise" mit 2117 m über nn.

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© Bernd Klotz