Kvarnhult
Kvarnhult

LAPPLANDSOMMER 2015 ODER        DIE GRÜNE HÖLLE

Nach einer 28-Stunden-Fahrt, mit einer Unterbrechung bei einem Ligustica - "Kompis" in Småland, komme ich am Abend des 3.7. auf Kvarnhult an. Grün wohin man schaut, und Mücken in Armeestärke; eine Grüne Hölle! Die Trostlosigkeit der Zuchtperiode in Peine setzt sich hier fort: Bis auf den 3. und 4.7., mit max. 16°, Regen ohne Ende bei max. 12°. Auch der Juni war angeblich völlig verregnet, weshalb die Völker absolut keine Drohnen zogen, wie eine Durchsicht am 4. zutage brachte. Da kann nichts gedeihen, also schreibe ich die Zucht schon einmal ab.

Mir fällt dazu nur der folgende Satz ein: "Es wird Tage geben in deinem Leben, von denen du sagst, sie gefallen mir nicht"!

Auf jeden Fall kommt Lust zum Schreiben nicht gerade auf.

Mal sehen.

 

Bis zum heutigen 8.7. keine Wetteränderung und auch keine Besserung in Aussicht.

Temperatur um 9.30 Uhr     :   9° (zum Glück habe ich eigenes Holz!)

Sonnenaufgang, so sie schiene:   2.09 Uhr

Sonnenuntergang              :  23.25 Uhr

 

9.7. (Dienstag), 10.30 Uhr:

12° und Regen.

Aber weshalb soll ich weiter klagen? der NDR meldet zur selben Zeit für Hannover 14° und für Braunlage 10°! Nach dem Wetterdienst glänzt mein Begattungsplatz im Harz gar mit 5,4°.

Dennoch: Hier oben wollte ich eine Serie Dunkler Mädels ziehen .....

Am heutigen Sonntag, dem 12.7., ist es endlich sonnig und mit 19° (14 Uhr) herrscht auch Bienenflugwetter. Im Blick auf diese Aussicht stellte ich gestern ein Zweizargenvolk in den Wald am Lainejaur und setze heute den Honigraum auf. Wie oben erwähnt stehen am Lainejaur der thymianduftende Porst, aber auch die Preisel- und die Rauschbeere in voller Blüte.

Da könnten meine Mädels vielleicht doch einen besonderen Honig bereiten?

(Zwischen dem Brut- und Honigbereich befindet sich ein auf einem ca. 1,5 cm dicken Rahmen befestigtes Sperrgitter. Zur Fluglochseite hin ist der Rahmen mit einem zweiten Flugloch versehen, deshalb der Abstand zwischen Brut- und Honigbereich.).

 

Seit Sonntag ist es sonnig, um 12  Uhr des 14.7. steht mein Thermometer auf 20°, es summt um mich herum. Welch eine Musik. Nur, Drohnen schlüpften bisher noch nicht, es ist wohl wenig verdeckelte und ordentlich offene Drohnenbrut vorhanden. Rechnet man allerdings die 40 Tage ab Ei bis zur Drohnenreife, so wird es hinsichtlich der Zucht knapp werden.

Dieses Drohnenproblem hatte ich vor Jahren schon einmal: Ich war im Mai hier, verdeckelte Drohnenbrut ließ mich Anfang Juni beruhigt für 14 Tage nach Deutschland fahren, doch bei meiner Rückkehr die "Katastrophe": Vor allen Fluglöchern lag ausgeräumte Drohnenbrut. Schuld daran war, wie auch dieses Jahr, ein Kälteeinbruch im Juni. Seitdem sorge ich, auch in Deutschland, insofern mit Neopoll vor. Doch leider war ich dieses Jahr im Mai/Juni nicht hier oben und die im April gereichten Portionen waren wohl zu gering. Nächstes Jahr muss da wohl mein Bertil einspringen.

Hier zeige ich zwei interessante Königinnen:

15.7. (Mittwoch)

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch geht Sintflutartiger Regen nieder. Der Mittwoch ist sodann wechselweise, mal Regen mal Sonne, und das bei max. 15°.

SA  2.34 Uhr

SU 23.02 Uhr

Die Bienen fliegen relativ gut, doch zu wenig für eine reichliche Honigernte, aber es ist ja erst mitten im nordischen Bienenjahr.

Auf jeden Fall finde ich reichlich Drohneneier vor, so dass ich, kommt das Wetter nicht dazwischen, auf den 24.8. von begattungsfähigen Mädels für den Eigenbedarf ausgehe.

Futterteig "Apiovo" selbstgemacht:

Um gleich vorzubeugen: Natürlich ist z.B. Neopoll ausgezeichnet, jedoch geht einem dieses Spezialfutter mal aus, so dass man nach Ersatz sucht ... insbesondere, wenn der Imkerfachhandel nicht gleich um die Ecke und Not am Mann ist.

Ich testete den beschriebenen Futterteig, welcher von den Bienen bestens aufgenommen wird und in seiner Wirkung z.B. Neopoll nicht nachsteht. Es ist möglich, dem Teig eine Prise Ascorbinsäure (Vitamin C) beizumischen, und schon hat man "Apiovo C".

("Apiovo" ist meine Kreation.)

Der 17.7. (Freitag)

ist ein Freutag, denn die am nordisch-blauen Himmel stehende Sonne kitzelt mich um 3.25 Uhr an der Nase. Ein Blick aus dem Schlafzimmerfenster zum See ... und der Tag kann beginnen. Um 2.35 Uhr ging die Sonne auf und bringt es gegen 9 Uhr auf 17°. Diese Temperatur ist mir schon angenehmer als 25° zur selben Zeit, und angekündigten 35° zum Nachmittag, wie es mir heute eine Bekannte aus Senden (Bayern) mitteilte. Leider sind noch immer Heerscharen von Mücken und Knotten, wie ich sie selten erlebte, unterwegs. Ich hoffe auf den 20.7., denn meist nimmt die Plage ab diesem Datum ab. Und siehe da, seit 10 Uhr sehe ich kaum noch Mücken und Knotten, so auch am

18.7. (Samstag),

welche5 Tag um 11 Uhr mit 20° aufwartet. Doch nun stellen sich Bremsen ein; allerdings ist die Periode dieser Plagegeister zumeist sehr kurz.

Und zum Nachmittag setzt schon wieder Regen ein. Ekelwetter bei 10° um 19 Uhr. Dagegen hilft nur noch "Summer Fanfare" und die Bettdecke überziehen.

22.7. (Mittwoch)

Das Wetter war nicht überragend. Mal Sonne, mal voll bedeckter Himmel, mal Sonnenschein. Die Temperaturen lagen während der Berichtswoche bei max.15-17°, mit einem "Ausrutscher" am Samstag auf 20°.

Dennoch war ich gestern überrascht, relativ gut gefüllte Honigwaben vorzufinden.

Es blüht reichlich, vor allem noch Arktische Brombeeren, Himbeeren, Preiselbeeren, Dünnstängeliges Habichtskraut sowie Rot- und Weißklee in Massen, ebenso Kartäusernelke, Margeriten, Glockenblumen u.v.m., so auch Orchideen wie Geflecktes Knabenkraut. Doch bekanntlich erreichen Dunkle Bienen ihrer kurzen Zunge wegen den Nektar des Rotklees nicht.

Eine solche Pracht wilder Blumen und Sträucher kommt um diese Zeit in Deutschland kaum noch vor.

Mücken sind leider noch reichlich unterwegs und auch Rentiere, welche jedoch stets Freude aufkommen lassen.

SA  3.00 Uhr

SU 22.37 Uhr

24.7. (Freitag)

Heute ist richtig Sommer. 19° um 12 Uhr im Schatten meiner riesigen Hausweide. Ein Himmel, wie es ihn nur im höchsten Norden gibt: Klar, blau und weiße Wolken. Es blüht und summt. Und wie es bei schönem Wetter ist: keine Mücken.Toll.

 

26.7. (Sonntag)

Regen ... 11° um 15 Uhr ... man mag nicht rausgehen ... und wenn, nur um Holz zu holen. Da kann ich die Königinnenzucht wohl ganz abschreiben und Honig? den werden die Bienen selbst benötigen. Einen solchen "Sommer" erlebte ich hier oben noch nie. Klimaerwärmung? wer's glaubt...!

20 Uhr: Regen ohne Ende bei immerhin noch 11°, der Ofen bullert, ich mache mich bald daran eine Arche zu bauen ... 

Beerenpflücker aus Thailand sind seit 2 Wochen wieder im Lande. Das mit 8 Mann besetzte Auto fuhr heute, dem 28.7., vergeblich hoch zum Jokkmokk. Frierend und von Mücken geplagt weiden die Männer für die schwedische Konfitürenindustrie die Landschaft nach Molte-, Heidel- und Preiselbeeren ab und sorgen dafür, dass z.B. in gewissen "Landestypischen Shops" und in Discountern sowie Supermärkten Wildpreisel- und Waldheidelbeerenkonfitüren, in den Shops auch Moltebeerenkonfitüren, zu Schleuderpreisen angeboten werden können. Die Beeren werden von den Pflückern in Plasikstiegen verwahrt, bis sie dann nach einem Tag im Gelände bei den Annahmestellen, die nicht "um die Ecke" sind, abgeliefert werden. Bei den festen Preiselbeeren geht das, doch wie werden die weichen Heidelbeeren ausschauen? Sehr problematisch insofern sind Moltebeeren, denn diese empfindlichen Beeren beginnen bereits nach  2 Stunden im Sammelbehälter zu schleimen.

Die Männer müssen natürlich ihre Flüge rechtzeitig buchen und ahnen nicht, dass, wie in diesem Jahr, alles sehr spät ist und es auch zu einer Missernte kommen kann. Man muss für den Flug, die Unterkunft, das alte Mietauto und für den Sprit aufkommen, und essen sollte man auch. Es heißt wohl, die Pflücker müssten ein Festgehalt von 15000 Kronen/Monat bekommen, doch wer mag es glauben, dass Nichtstun, und es gibt derzeit nichts zu tun, vergütet wird? Ich nicht!

Ich frage mich auch immer wie das mit der persönlichen Hygiene ist? bei 12 Stunden im Gelände und fernab der Unterkunft. Nach EU-Regeln haben z.B. deutsche Beerenbauern ihren Pflückern ortsnah sanitäre Einrichtungen zur Verfügung zu stellen ...  Und keine Sorge, ich bin stets hausnah unterwegs und man sorgt vor, denn ich möchte meine Marmeladen mit Appetit essen können.

29.7. (Mittwoch)

Von sieben Tagen des vergangenen Berichtszeitraumes waren gerade mal drei Tage richtig schön. Außer dem schon erwähnten Freitag waren es der Samstag und der gestrige Dienstag. Heute, am 29.7., ist der Himmel zunächst zu, bei 11° um 7 Uhr liegt Nebel über dem Land. Während der Bienenflugzeit ist es dann teilweise sonnig bei 18° um 13 Uhr. Und die Bienen fliegen auch ordentlich.

SA  3.26 Uhr

SU 22.12 Uhr.

Den gestrigen schönen Tag nutzte ich, um mal in die Völker zu schauen. Das Ergebnis: ich muss wohl füttern, denn was die armen Immen bisher eintrugen, und mich hoffen ließ, ist fast aufgezehrt. Wie sollte es anders auch sein, bei diesem grünen Winter. Die Zucht wird wohl endgültig ausfallen, denn nur in einem Volk, welches ich für Honig abschrieb und reizte, ist beidseits der Wabe gerade mal eine Handfläche verdeckelte Drohnenbrut vorhanden. Das reicht allenfalls für 2 Königinnen. Sonst fand ich weder Drohnenbrut noch adulte Drohnen vor.

Beeren gibt es noch nicht. Gestern war Bertil um den Lillträsket herum auf Moltebeerensuche: 2 reife Beeren, nicht mehr. Falls es sonnig werden sollte lassen diese Beeren noch 10 Tage auf sich warten, sofern sie nicht in Fäulnis übergehen werden. Die Heidelbeeren sind noch grasgrün und vermutlich färben sie bei diesem Wetter nicht blau, sondern braun: Ausschuß! Vergleiche man da mal mit 2014.

Und wenn ich die 10-Tages-Wetterprognose anschaue möchte ich in Tränen ausbrechen: An 2 Tagen sonnig, sonst Regen mit Tageshöchsttemperaturen von teilweise gerade 11°. Einzige Hoffnung: Fehlprognose des Wetterdienstes und doch noch Heidehonig.

... Und ab dem Abend des 29.incl. dem 30.7. für die Bienen und für mich schon wieder "Stubenwetter". Jetzt reicht es mit dem Regen.

Regen, Regen, Regen, vielleicht mal 2 Stunden am Tage ohne ... und das seit dem letzten Eintrag am 29.7., und heute haben wir Sonntag den 2. August. Und natürlich Mücken, Mücken, Mücken ... Am 31.7. regnete es stundenlang in einer intensität, dass ich befürchtete, "weggeschwemmt" zu werden. So etwas erlebte ich hier oben noch nie, aber das schrieb ich ja schon!

Ich kann in Deutschland ja noch auf einen goldenen Spätsommer hoffen, aber hier wird der Frühling wohl in den "Herbstwinter" übergehen, denn der Sommer fiel aus. Die Leute hier tun mir richtig leid.

Eeeendlich soll das Wetter besser werden, so zumindest die 10.Tages-Prognose des Wetterdienstes. Für den heutigen 3.8. lag er zumindest schon mal richtig: kein Regen und 17°.

Und eine weitere freudige Nachricht ging heute per mail bei mir ein: Ein alter Bekannter, den ich ein wenig aus den Augen verloren hatte, bot mir eine instrumentell besamte Ligusticakönigin 2014 an. Gratis. Kann man da nein sagen? zumal dessen Linien unübertroffen sind. Man hat schon Gönner im "Konungariket Sverige". Morgen soll das Mädchen auf Reise gehen, so freue ich mich wahnsinnig auf Mittwoch.

Der sonnige Dienstag (4.8.) bringt es auf 19° und der bewölkte Mittwoch war dann mit 17° immer noch "bienenwarm".

SA 03.51 Uhr

SU 21.46 Uhr.

 

Wir haben Donnerstag den 6.8. ... und schon wieder Regen ... den ganzen Tag und um 13 Uhr gerade 12°. Keine Zucht, keinen Honig, kaum Beeren, kaum Pilze, nur Mücken. Und bei diesem Wetter mag man auch nicht so gerne zum Fischen raus fahren. Dann wollte ich am Haus und an der Garage Außenarbeiten machen, nichts geht. Das nervt!

Kaum zu glauben: Heute, dem 7.8., scheint den ganzen Tag die Sonne und das Thermometer klettert auf 22°. Fand meine Nerverei gehör? ;-)

Auf der Fahrt zum Netzfischen im Grundträsket schaue ich bei den Heidevölkern vorbei und die Freude war groß: Trotz der morgendlichen Kühle arbeiten Mädels schon brav.

Seit dem 7.8. ist endlich Sommer, wenngleich bei max. 20° eher spätsommerlich, aber sehr angenehm. Gerade, am 9.8., messe ich um 10 Uhr 18°. Man atmet auf, vor allem auch, weil es seit dem 7.8. kaum noch Mücken gibt. Da kaufte ich mir einen Mückenkiller, welcher einen 2-Meter-Radius absolut mückenfrei hält, und nun sind die Plagegeister fast weg. Vielleicht haben die es mitbekommen? ;-) Dieses (Außen-) Gerät "ThermaCELL", welches es in verschiedenen Designs für knapp 30 € in gibt, kann ich mückengeplagten Menschen nur empfehlen. Meine Ausführung kann auch als Tischleuchte genutzt werden. Ebenso empfehlenswert ist mein Mückenkiller für die Wohnung, der die Form eines Tennisschlägers hat und dessen "Bespannung" auf Knopfdruck unter Strom steht.

12. 8. (Mittwoch)

Für die zurückliegende Woche gibt es nicht viel zu berichten. Das Wetter ist  besser geworden, am Tage werden um die 20° erreicht, Regen kommt kaum noch vor. Die Bienen können sammeln, so könnte doch noch etwas Heidehonig zusammenkommen. Und ich konnte endlich 2 neue Fenster einbauen und das Garagendach "schön" machen. Bei den Moltebeeren brachte ich doch noch 9 kg zusammen.

SA  4.15 Uhr

SU 21.30 Uhr

15.8. (Samstag)

Hätte es so nicht die überwiegende Zeit sein können? Seit dem 13.8. herrscht schönstes Spätsommerwetter. Mit 7° sind Nächte wohl kühl, doch ab 11 Uhr werden 20° erreicht, welche Temperatur bis zum frühen Abend anhält. Im Moment, es ist 19.43 Uhr, sind es noch immer 15°. Das ist so, wie man es Mitte August erwartet. Die Bienen fliegen emsig, und das Brutgeschehen nimmt stark zu.

Nachfolgend einige Fotos von einem morgendlichen Gang durch einen Teil meines Waldes am Lainejaur:

Nun mal etwas zu meinen Bienen:

Einige Tage nach Beginn der Reizfütterung eines Kvarnhult-E Volkes fand ich beidseitig der Drohnenwabe eine Handfläche verdeckelte Drohnenbrut vor. So begann ich am 4.8. durch umlarven mit der Nachzucht zweier Königinnen, eine Hammerdal und eine Kvarnhult-S. Am heutigen 17.8. fand ich dann 2 Jungfern vor. Die zwei handvoll Drohnen und das Wetter werden hoffentlich zum Gelingen der Zucht beitragen. Nach der aktuellen Wetterprognose soll es bis zum 28.8. sommerlich bleiben. Hoffen wir es.

19.8. (Mittwoch)

Es ist Sommer, 25° am Nachmittag! Die Bienen fliegen, einige Jungfern schlüpften, die Honigräume nahmen an Gewicht zu, 9 kg Moltebeeren sind eingebracht ... es scheint sich alles zum Besseren zu wenden. Mit den Heidel- und Preiselbeeren schaut es allerdings "mager" aus.

SA  4.39 Uhr (Peine  6.08 Uhr)

SU 20.54 Uhr (Peine 20.36 Uhr)

 

22.8. (Samstag)

Es heißt noch immer: "Kein schöner Land ...." bei 25°, und so auch am Sonntag. Die letzen warmen Tage ließen die Bienen auf Heide fliegen, und so floß am heutigen Sonntag (23.8.) das erste Gold des Nordens aus der Schleuder. Schätzungsweise Mittwoch werde ich mit der Honigernte fertig sein. Es wurde erstaunlicherweise doch noch eine beachtliche Ernte, allerdings nur Heide. Ein Wermutstropfen macht mich traurig: die schöne Dunkle (siehe 2. Bild oben) kam vom ersten Paarungsflug nicht zurück. Ich bin ja ein großer Vogelfreund und Libellen, die schlimmsten Bienenräuber, sind sehr schöne Tiere; aber da kommt Zorn auf.

26.8. (Mittwoch)

Das Wetter war während des Berichtszeitraumes sehr schön.

SA  5.01 Uhr

SU 20.26 Uhr

Bis auf die Moosbeere, den Schwedischen Hartriegel und auf die Schwarze Johannisbeere (so feine Schwarze Johannisbeeren wie hier gibt es nirgendwo) ist die Beerenernte abgeschlossen. Bisher gab es reichlich Heidelbeeren, Arktische Brombeeren, Krähenbeeren und Rauschbeeren. Preiselbeeren fallen in diesem Jahr aus. Vielleicht kann ich auf der Fahrt gen Süden den Bedarf dieser köstlichen Beeren decken?

Am heutigen 26.8. schleuderte ich noch etwas Honig, morgen den Rest; ganz so schlecht schaut es nun doch nicht aus.

Zum Honigraum noch ein kleiner Hinweis:

Ich ließ in den Völkern mit Halbzargen als Honigräume die Sperrgitter (Brutraum/Honigraum) weg und hatte dennoch brutfreie Honigräume. Es geht ganz gut, man muß nur den Abstand zwischen den Waben vergrößern. Ich möchte hier kein Maß nennen, denn ich maß nicht ab. Ich ließ ganz einfach eine der elf Waben (Segebergermagazine) weg und verteilte die zehn gleichmäßig. Die Honigräume blieben brutfrei und ich erhielt Dickwaben und dadurch kaum weniger Honig als mit elf Waben.

2.9. (Mittwoch)

Bei merklich kühleren Temperaturen herrscht sonniges Herbstwetter. Heute bildet sich erstmals eine Eisschicht auf meinem Auto. Um 6 Uhr liegt die Temperatur bei +2°. Zwischen 11 und 17 Uhr steigt die Temperatur auf 14°-17° an, so dass die Bienen noch immer gut fliegen.

SA  5.24 Uhr

SU 20.01 Uhr

Schaurig schön: Der Lillträsket am 2.9. um 6.20 Uhr.

6.9. (Sonntag)

Zum Schluß Kvarnhult an einem wunderschönen Herbsttag aus einem anderen Blickwinkel. Morgen in aller Frühe geht es mit 2 Ablegern an Bord 2100 km südwärts.

Wäre es nur immer so schön gewesen wie die letzten 4 Wochen .... Aber man kann sich das Wetter (zum Glück einerseits) nicht bestellen. So war dieser Sommer hinsichtlich der Zucht (der Honigertrag ist ok) enttäuschend. Auch bei den Beeren hätte es besser sein können. Moosbeeren "Fehlanzeige", Preiselbeeren gerade so, bei den anderen Sorten möchte ich nicht gerade klagen.

Ich schrieb und fotografierte nicht viel, was einerseits an den ersten 4 Wochen tristen Wetters und andererseits an meiner physischen Verfassung lag. Mit fast unerträglichen Schmerzen und bei Regen hat man eben nicht soo viel Lust. Am 7.10. werde ich nochmals "unters Messer" kommen; ich hoffe, danach wieder ganz der Alte (bin ich ohnehin) zu sein. Und vielleicht belasten mich dann die Dunklen, die ich schon sehr mag, nicht mehr so sehr.

Nun bin ich auf die Stuation in Peine gespannt. Etwas mulmig ist mir schon.

Den Besuchern meiner Seite danke ich und wünsche eine gute Zeit.

Hejdå meine Dunklen Mädels und kommt mir gut über den langen und kalten Lapplandwinter, heidå Kvarnhult. Spätestens zum 4. Advent sehen wird uns wieder.

Bernd Klotz

11.9. (Freitag)

In Peine finde ich alles bestens vor. Ich muss kaum auffüttern, Varroen sind nicht feststellbar, dennoch führe ich am 11.9. eine Behandlung mit AS durch. Aus 3 Völkern, welchen ich die Honigräume ließ, konnte ich am 10./11.9. 70 kg Honig ernten. Rekordhalter mit 30 kg ist ein Dunkles Volk.

So, das war es nun endgültig. Vielleicht dann wieder zum Advent aus Kvarnhult.

Danke, Grüße und alles Gute nochmals,

Ihr Bernd Klotz

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Bernd Klotz